Canon 1D C ist die versprochene 4K-Video-SLR

Canon hat heute die bisher nur vage angekündigte Video-SLR mit 4K-Aufnahme vorgestellt. Auf Grund der Ähnlichkeit zur 1D X ist der Name „1D C“ nur logisch.

Die neue Kamera basiert auf der noch nicht lieferbaren 1D X und erweitert diese um spektakuläre neue Videofähigkeiten, die selbst die Canon C300 übertreffen und nach der videotechnischen Enttäuschung in Gestalt der 5D Mark III der Zielgruppe zeigen, daß Canon es nicht verlernt hat, eine richtig gute Video-SLR zu bauen – sie wollen bloß ein bißchen mehr Geld dafür… .

Die Canon 1D C bietet vieles von dem, was ich mir von der 5D Mark III erhofft hatte:

  • Full-HD (1920 x 1080 Pixel) mit bis zu 60 B/s
  • Vollformat oder „Super35“ in Full-HD
  • Aufzeichnung über HDMI mit 8 Bit 4:2:2
  • 4K (4096 x 2160 Pixel) mit 24 B/s in Motion-JPEG
  • Aufnahme mit geringem Kontrast und hohem Dynamikumfang („Log Gamma“)
  • Kopfhörer-Ausgang

Während der Aufnahme mit 4K nutzt die 1D C einen Ausschnitt ihres Sensors, der 80% der Breite entspricht (Canon nennt dies „APS-H“), dessen Pixel aber 1:1 benutzt werden können – eine Skalierung findet nicht statt. Darum fallen alle damit verbundenen Nachteile (Morie, Aliasing) ebenso weg. Leider bietet Canon nur eine Bildrate von 24 B/s an – das eine Bild pro Sekunde, welches den Unterschied zu den hierzulande gebräuchlichen 25 B/s ausmacht, hätten sie der Hardware sicherlich auch noch abringen können. Über die Datenrate des Motion-JPEG-komprimierten Videostroms ist noch nichts bekannt, in der Presseerklärung spricht Canon allerdings von 4:2:2-Farbinformationen, was ein großer Fortschritt (gerade bei dieser Auflösung) wäre.

Ich freue mich, daß Canon an der technischen Weiterentwicklung der Video-SLRs arbeitet und mit der neuen Kamera Schwung in eine Welt bringt, die nach der D800 und 5D Mark III bereits etwas erstarrt wirkte. Ich bin darauf gespannt, diese Kamera leihweise zu nutzen – kaufen können sie sich wohl nur die wenigsten. Die 1D C soll im Oktober für einen Preis von rund 10000 EUR lieferbar sein. Im Videomarkt kann man ein wenig mehr Geld als im Photomarkt verlangen, nicht wahr, Canon?

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